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"Mein Schicksal ist furchtbar, ich warte jeden Tag auf mein Ende..." - Anatoli Grizjuk

von Manuel Werner, Nürtingen

Erinnerung an die Nürtinger Zwangsarbeiter, gestaltet von Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Nürtingen, Foto: Manuel Werner
Erinnerung an die Nürtinger Zwangsarbeiter, gestaltet von Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Nürtingen, Foto: Manuel Werner
Erinnerung an Anatoli Grizjuk, Denk Ort, Nürtingen, 15. Juni 2016, Foto: Manuel Werner
Erinnerung an Anatoli Grizjuk, Denk Ort, Nürtingen, 15. Juni 2016, Foto: Manuel Werner

In ungelenker Schrift - er war ukrainische Schriftzeichen und Sprache gewohnt - schrieb der Zwangsarbeiter Anatoli Grizjuk (andere Schreibweise: Anatolyj Gryzuk) an seinen Chef in Nürtingen, Julius Walz, aus der Gestapo-Haft in Stuttgart: "Main liber ger gelffa bita Sie Mir Wallz grizijk Anatoli gestapo Stutgart" (= Mein lieber Herr [gemeint ist Herr Walz aus Nürtingen], bitte helfen Sie mir [an Herrn] Walz /[ Absender] Grizjuk Anatoli, Gestapo Stuttgart),

 

Während der Chef der Württembergischen Warenzentrale (Wüwa) in Nürtingen, Julius Walz, vergleichsweise anständig mit dem tags bei ihm arbeitenden Zwangsarbeiter Anatoli Grizjuk umging, war dies mit dem Lagerleiter des Nürtinger "Mühlwiesenlagers" nicht so. In diesem Lager war Anatoli Grizjuk außerhalb seiner Arbeitszeit gefangen. Die Übersetzerin Lydia Punkt charakterisierte in ihrer Aussage vom 13. Dezember 1946 den Leiter des "Mühlwiesenlagers" der Firma Heller in Nürtingen, Alfons Hirsch, der den Zwangsarbeiter Anatoli Grizjuk der Gestapo überstellte: "Hirsch war ein Mann ohne Grundsätze, schlecht, brutal und nur auf seine eigenen Vorteile bedacht".(1)

 

Eines seiner Opfer war Anatoli Grizjuk. 

 

Aus der Ukraine als Arbeitssklave nach Deutschland "deportiert"

 

Anatoli Grizjuk (Анатолий Грицюк, Jahrgang 1923, in eigener Schreibweise in lateinischen Buchstaben auch "Grizijk") erblickte in Makajewska bzw. Makijiwka das Licht der Welt. Makajewska (auch: Makijiwka, von ukrainisch: Макіївка, russisch Макеевка/Makejewka) liegt im Osten der Ukraine in der Nähe von Donezk. Am 7. November 1941 wurde er von den deutschen Besatzern nach Deutschland zwangsverschleppt, um dort als Arbeitssklave eingesetzt zu werden. Er war einer von Millionen Zwangsarbeitern, die auf ähnliche Weise in das Deutsche Reich verschleppt wurden, um dort Sklavenarbeit zu verrichten. Zunächst wurde er in das Durchgangslager Bietigheim, danach nach Esslingen und schließlich am 19. Dezember 1942 nach Nürtingen in das "Mühlwiesenlager" verbracht. Anfangs wurde er von der Firma Heller verwendet, ab dem 18. April 1944 leistete er als Schwerarbeiter im Lagerhaus der Württembergischen Warenzentrale landwirtschaftlicher Genossenschaften (WüWa) Zwangsarbeit.(2) Hierbei hatte er nach Angaben seines dortigen Vorgesetzten "schwere Arbeit zu leisten". Er attestierte ihm hierbei, "ein sehr fleissiger Mensch" zu sein.(3) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50 Untergebracht war er hierbei weiterhin im Mühlwiesenlager. Aus der WüWa bzw. BayWa wurde später die WLZ Raiffeisen AG. Aus einem Schreiben seines Vorgesetzten in der WüWa geht hervor, dass Anatoli Grizjuk auch am Wochenende gerbeitet hat, "Samstags bis Abends 8 Uhr" und am Sonntag "bis 11 Uhr". (4

 

"Den Lagerführer in den Dreck gesprungen"

Foto vom Mühlwiesenlager von 1954 (neun Jahre nach Befreiung der Zwangsarbeiter), Quelle: Stadtarchiv Nürtingen, Nr. 1700A
Foto vom Mühlwiesenlager von 1954 (neun Jahre nach Befreiung der Zwangsarbeiter), Quelle: Stadtarchiv Nürtingen, Nr. 1700A

Im Jahr 1944 spielten in der Baracke 26 des "Mühlwiesenlagers" in der Nacht auf Sonntag so genannte "Ostarbeiter" Karten, vermutlich war auch mindestens ein Zwangsarbeiter aus einer anderen Baracke dabei.(5) Dies war laut Lagerordnung wie auch das Kartenspielen verboten. Auch war ab einer bestimmten Uhrzeit das Licht zu löschen gewesen. Lagerführer Alfons Hirsch (Jahrgang 1904) gelangte bei seinem nächtlichen Kontrollgang nicht in die Baracke hinein. Er forderte die Insassen auf, die Türe zu öffnen. Daraufhin schoss er durch die Türe. Ein Mann sprang heraus und stieß den Leiter des Mühlwiesenlagers zur Seite. Alfons Hirsch setzte ihm nach und schoss ihm hinterher. Der Verdacht, ob begründet oder nicht, fiel auf Anatoli Grizjuk. "Im Russenlager" wurde er bereits "Sonntag Mittags einem Verhör unterworfen".(6Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980 Die Vernehmung der "Russen" leitete Kriminalkommissar Christian Widmann. Laut folgender Aussage wurde Grizjuk beim Verhör misshandelt. Namentlich schlug gemäß dieser Aussage Werner Heller - das Lager Mühlwiesen war eine Einrichtung der Firma Heller - und Alfons Hirsch den bereits erschöpften Anatoli Grizjuk.

 

Jakob Kuder aus Nürtingen schrieb am 13. Januar 1947 zu den Vorgängen am Sonntag:

 

"Sonntags in der Frühe kam ich in anderer Sache auf die Mühlwiesen. 

Es war gerade Razzia.

Mittags um 1/2 4 Uhr ging ich nocheinmal auf die Mühlwiesen und die Russen standen noch einem Barackenraum. 

Hirsch hatte sicherlich den Hermann Heller angelogen.

Die Schiesserei wurde auf die Russen geschoben. 

Die Dolmetscherin Maria sagt zu mir: 'Hirsch hätte geschossen.'

Hermann Heller, Lutz und Werner Heller waren in einem Raum zur Vernehmung und der Russe Antoni, der im Lagerhaus arbeitete.

Ich nahm den Russen mir einem Polizeigriff zur Seite, das heisst ich schob ihn zur Türe hinaus.

Ich sah, dass hier etwas nicht stimmte, ich merkte, dass eine Lüge vorlag.

Werner Heller und Lutz kamen nach und schlugen den Russen.

Der Russe war erschöpft und es war Zeit, die Sache abzustellen.

Wenn Hirsch die Wahrheit gesagt hätte, hätte man diesen verhaften müssen.

Widmann führte die Vernehmung des Russen, hatte den Vorfall portokolliert was mit diesem weiter geschah, das weiß ich nicht.

 

Ich möchte nocheinmal sagen, dass ich den Russen wegbrachte, damit die Komödie zu Ende gehen möchte.

Dies war die einzige Möglichkeit die Misshandlungen abzustellen.

Hermann Heller hätte den Hirsch einsperren lassen müssen.

Heller hatte sich die Sache mitangesehen und merkte den Betrug nicht"(7) Schreiben von Jakob Kuder aus Nürtingen vom 13. Januar 1947, StAL EL 902/17 Bü 3980, Blatt 45

 

An die Gestapo ausgeliefert

 

Infolgedessen lieferte Alfons Hirsch Anatoli Grizjuk der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) aus. Julius Walz, der Vorgesetzte von Anatoli Grizjuk, Geschäftsführer des Wüwa-Lagerhauses in Nürtingen, sah ihn noch aus einiger Entfernung, wie er "8 oder 10 Tage", nachdem Kriminalkommissar Widmann am Montag nach dem Vorfall wegen einer Befragung zu Anatoli Grizjuk zu ihm gekommen war, "in der Nähe des Bahnhofs ... unter Bewachung zur Bahn gebracht wurde".(8) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50 Vermutlich wurde Anatoli Grizjuk im Gefängnis in der Büchsenstraße 37  ("Büchsenschmiere") in Stuttgart inhaftiert und zu weiteren Verhören in die Gestapoleitstelle in der Wilhelm-Murr-Straße, heute Dorotheenstraße 10, verbracht. Dieses Quartier der "Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeileitstelle Stuttgart" wurde umgangssprachlich "Hotel Silber" genannt.

 

Verzweifelte heimliche Briefe aus der Gestapo-Haft

 

Aus der Gestapo-Haft in Stuttgart - eventuell auch aus Zazenhausen - hatte Anatoli Grizjuk verzweifelt Briefe an seine Freunde, insbesondere Wassilyi Bachanow (andere Schreibweise: Wassiliy Bachenow) geschrieben. Diese "Briefe" waren "eine heimliche Post aus einem Gestapolager", und wurden später - der Spruchkammer? - "vom Leiter des Wüwa Lagerhauses Nürtingen Herrn Walz" in Übersetzung "ausgehändigt"(9) Diese Briefe enthielten in ukrainischer Sprache und in kyrillischer Schrift unter anderem sehr aufschlussreiche Botschaften wie:

 

"Liebe Freunde! Teile euch mit, dass ich noch am Leben bin und warte auf mein Urteil. Vielleicht können Sie meinem Chef sagen, er möchte sich um mich befragen, anders kann keiner mir helfen. Bitte, sagt es dem Chef, das wäre nicht schwer für ihn, und er weiß über alles Bescheid. Mein Schicksal ist furchtbar, warte jeden Tag auf das Ende und verabschiede mich von allen. Ich hätte nichst anderes machen können. Hier bei der Gestapo bekomme ich 400 gramm Brot täglich und 1 - 1 1/2 Liter Suppe. In der Woche 50 gramm Margarine, 50 gramm Kunsthonig und 50 gramm Wurst. Wie geht es euch?

Wie immer nur Kraut und Rüben ? Wie die Kartoffeln schmecken habt auch schon vergessen? Ich weiß.

Ich muss graben für die Feuerwehr, ich arbeite von 8 - 12 und von 2 - 5 1/2 Uhr. Nicht sehr schwer.

Ich danke Dir Tschorniy und Wolodko Krimakij, dass ich wegen ihnen hier gelandet bin. Adieu liebe Freunde".(10)

 

Seinem Vorgesetzten Julius Walz, Geschäftsführer des Wüwa-Lagerhauses in Nürtingen (11), schrieb er in ungelenkem Deutsch hinzu:

 

"Main liber ger [= Herr] gelffa bita Sie Mir".(12)

 

In einem dritten Brief schrieb Anatoli Grizjuk an seinen Freund Bachenow Wachenow Wassiliy: "ich grüße DIch lieber Freund!

Schreibe ich Dir einen Brief und teile Dir mit, dass ich mein Urteil schon bekommen habe und warte auf den Tod, entweder heute morgen oder heute abend oder die nächsten Tage.

Grüße Euch alle, liebe Freunde, und küsse Euch zum Abschied. Ich weiss alles gut, es geht Euch nicht besser, nachdem man mich geholt hat. 

Ihr müsst früher ins Bett usw. Ich sitze in Zizinhausen wahrscheinlich Zazenhausen), 6 Klm. von Stuttgart. Der Freund Iwan Proskura soll über alles meinem Vater und den Geschwistern mitteilen.

Ich weiss, dass ihr mir nicht helfen könnt, weil ihr habt mich schon vergessen.(Nebensatz im Original unterstrichen) Vielleicht kann mein Chef mir helfen, wenn er nach Stuttgart telephonieren könnte."(13) 

 

Auf dem Blatt mit den übersetzen Briefen steht als letzter Satz als Kommentar: "Ein Gestapomord: der Schuldige ist Hirsch!"(14) 

 

Julius Walz setzt sich für Anatoli Grizjuk ein und schreibt an die Gestapo in Stuttgart

 

Der Leiter der WüWa-Warenzentrale in Nürtingen, Julius Walz, versuchte, Anatoli Grizjuk frei zu bekommen. Er schrieb am 31. Oktober 1944 an die Staatspolizeileitstelle Stuttgart der Geheimen Staatspolizei betreffend "unseren Ostarbeiter Anatolij Grizjuk".(15) "Wie wir erfahren haben, soll dieser Mann sich zur Zeit bei Ihnen in Haft befinden." In dem Schreiben bat Julius Walz, "den Mann für uns freizugeben", "nachdem unseres Erachtens nach die Verfehlungen von dem Ostarbeiter Grizjuk nicht so schwerwiegend sind". Der Mann habe "sich bei uns jederzeit fleissig und anständig betragen. Über die Vorgänge, die zwischen der Haftierung und jetzt im Lager geschehen sind, sind Sie bestimmt unterrichtet, sodass daraus zu schliessen ist, dass die Verfehlungen des in Haft befindlichen sicheer nicht allein auf seiner Seite sind ". Diese Bitte begründete Julius Walz genauestens mit der Schilderung der aktuell anfallenden Arbeiten und dem Umstand, dass seine Anfragen an das Arbeitsamt "wegen Zuweisung von Leuten (...) leider resultatlos" blieben. Er versicherte der Gestapo auch, dass sie "unter allen Umständen den Arbeiter schärfstens überwachen würden".(16) Dieser beeindruckende Vorstoß blieb erfolglos, denn Kriminal-Oberinspektor Gottfried Mauch von der Stuttgarter Gestapo schrieb Julius Walz zurück, dass der "Ostarbeiter G r i z j u k" (...) "von hier auf unbestimmte Zeit in ein Konzentrationslager eingewiesen" wurde und mit "seinem weiteren Arbeitseinsatz nicht mehr zu rechnen" sei.(17) Da der "Arbeitgeber" von Grizjuk im Februar 1945 ein Schreiben von ihm aus dem "Arbeitserziehungslager Oberndorf Post Aistaig" erhalten hat, ist anzunehmen, dass er - zunächst? - in dieses Arbeitserziehungslager (AEL) verbracht worden war. Das Arbeitserziehungslager im Lautenbachtal bei Aistaig war von der Staatspolizeileitstelle Stuttgart ab Herbst 1941 betrieben worden. Zuvor hatte sie das Arbeitserziehungslagers (AEL) Kniebis-Ruhestein eingerichtet gehabt, wo die Häftlinge unter anderem einen Abschnitt der Schwarzwaldhochstraße bauten. Solche Arbeitserziehungslager waren ein Instrument des NS-Terrors und dienten vor allem der Bestrafung und "Disziplinierung" von Zwangsarbeitern und der Abschreckung gegenüber anderen Zwangsarbeitern. Die Insassen des AEL Aistaig arbeiteten meistens in den Rüstungsbetrieben, die um Oberndorf und Aistaig angesiedelt waren. Oft kamen die Insassen des AEL nach der Zeit dort in das KZ Welzheim.(18)

 

 "Er war der beste von allen meinen Russen" - "Mit seinem weiteren Arbeitseinsatz [ist] nicht mehr zu rechnen"

 

Nach der NS-Zeit wurde der Fall im Zusammenhang mit dem Spruchkammerverfahren gegen Werner Heller, Nürtingen, untersucht. Das Mühlwiesenlager hatte die Nürtinger Firma Heller eingerichtet und Alfons Hirsch als Lagerleiter eingesetzt gehabt.

Im Zeugenvernehmungsprotokoll in Sachen Werner Heller, Seite 12, vom Verhandlungstag 5. Januar 1949, ist folgende Aussage von Julius Walz festgehalten:

:

"Soviel ich hörte, ist der Vorfall mit dem Krzyczuk [sic!] seinerzeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag passiert. Am Sonntagvormittag kam Kr. etwa mit einer Stunde Verspätung. Er arbeitete etwa zwei Stunden und ging gegen 11 Uhr wieder weg. Von da ab habe ich Krzyczuk nicht mehr gesehen. Am anderen Tag kam Kriminalsekretär Widmann [Christian Widmann] und hat mich über den Mann ausgefragt. Er war der beste von allen meinen Russen. Widmann hat mir Vorwürfe gemacht, dass ich dem K. am Abend vorher zwei Liter Most mitgegeben habe. Es hieß, dass Kr. am Abend zuvor den Lagerführer in den Dreck gesprungen hatte. Ich habe dann in der Folge durch einen Brief an die Gestapo vom 31.10 [1944] (...) versucht, den Mann für mich frei zu bekommen, erhielt aber unterm 8.11.1944 (...) die Mitteilung, dass Kr. auf unbestimmte Zeit in ein Konzentrations-Lager eingewiesen und mit seinem weiteren Arbeitseinsatz nicht mehr zu rechnen sei. Kr. schrieb mir wiederholt, ich solle ihm helfen. Darauf schrieb ich den eben erwähnten Brief an die Gestapo. Im Februar 1945 habe ich von Kr. aus dem Arbeitslager Aistaig einen Brief bekommen, der bat, dass ich ihm etwas zu essen schicke. Ich hatte damals einen Bekannten bei der Polizei, den ich bat, sich nach dem Fall Kr. zu erkundigen. Dieser hat es wohl getan und mir dann erklärt, der Fall sei nicht so schlimm, der Mann werde wohl nicht herauskommen, er müsse eben jetzt woanders schaffen. Ob ich einen Arbeiter mehr oder weniger hatte, darum kümmere man sich nicht. Ich habe daraus geschlossen, dass dieser Fall nicht so schlimm werde."(19).

Vermutlich überlebt

 

Anatolyj Gryzuk war offensichtlich bis zum Kriegsende im KZ. Das KZ hat er allem Anschein nach überlebt. Als Datum des Endes der KZ-Gefangenschaft ist der 10. April 1945 angegeben.

Er selbst oder Angehörige von ihm scheinen um die Jahrtausendwende einen Antrag auf Entschädigung gestellt zu haben.

 

Diese Informationen gehen aus einer Liste der Ukrainischen Nationalen Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ aus dem Jahr 2001 hervor.(20)
 

 

 

Text: Manuel Werner, Nürtingen, Stand: 16. November.2013, Aktualisierung: 6. Januar 2016alle Rechte vorbehalten!

Zitiervorschlag. Manuel Werner (2013): "Mein Schicksal ist furchtbar, ich warte jeden Tag auf mein Ende..." - Anatoli Grizjuk, in: Nürtinger Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.
Website der Gedenkinitiative für die Opfer und Leidtragenden des Nationalsozialismus in Nürtingen: http://ns-opfer-nt.jimdo.com, Stand: 16. November 2013, abgerufen am: XY.YX.20XY.

Literaturtipp:

 

Steffen Seischab (2011): "Ausländische Zwangsarbeiter", in: Reinhard Tietzen (Hrsg.): Nürtingen 1918-1950. Nürtingen/Frickenhausen: Sindlinger-Burchartz 2011, S. 310f. Darin wird auf das Schicksal von Anatoli Grizjuk bereits eingegangen.

Fußnoten:

 

(1) Zitiert nach Steffen Seischab (2011): "Ausländische Zwangsarbeiter" (hinfort SEISCHAB 2011), in: Reinhard Tietzen (Hrsg.): Nürtingen 1918-1950. Nürtingen/Frickenhausen: Sindlinger-Burchartz 2011, Anm. 54. SEISCHAB bezieht sich hierbei auf StAL EL 902/17 Bü 3795.

(2) Die Daten und Datumsangaben zu Anatoli Grizjuk stammen aus SEISCHAB 2011, Anm. 66, der sich wiederum auf einen undatierten kurzen Lebenslauf bezieht (Lagerort: StAL EL 902/7 Bü 6044, Nr 113). - Die in diesem Beitrag hier aufgeführte ausführliche Benennung "Württembergische Warenzentrale landwirtschaftlicher Genossenschaften" stützt sich auf StAL FL 300/31 I Bü 2273.

(3) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50

(4) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50, Geburtsdatum von Anatolyj Gryzuk ist der 21.12.1923 (Liste der Ukrainischen Nationalen Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ aus dem Jahr 2001, Reinhard Tietzen in litt.)

(5) Die Darstellung des Geschehens stützt sich wie auch bei den folgenden Schilderungen in teils enger textlicher Anlehnung auf SEISCHAB, S. 310f. und das

Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50

(6) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50

(7) Schreiben von Jakob Kuder aus Nürtingen vom 13. Januar 1947, StAL EL 902/17 Bü 3980, Blatt 45

(8) Schreiben von Julius Walz vom 25. Januar 1947, StAL EL 902/17, Bü 3980, Blatt 50

(9) StAL EL 902/17 Bü 3980, Blatt 48

(10) Übersetztes Schreiben von Anatolij (Antolyi) Grizjuk an seine Freunde als heimliche Post aus dem Gestapolager, undatiert, StAL, EL 902/17 Bü 3980)

(11) Genauere Daten zu Julius Walz ergänzt aus dem Zeugenvernehmungsprotokoll in Sachen Werner Heller vom Verhandlungstag, 5. Januar 1949, StAL EL 902/ 17 Bü 3980 

(12) StAL EL 902/17 Bü 3980, Blatt 48

und StAL, EL 902/7 Bü 6044, Nr. 151

(13) Übersetztes Schreiben von Anatolij (Antolyi) Grizjuk an seine Freunde als heimliche Post aus dem Gestapolager, undatiert, StAL, EL 902/17 Bü 3980, Blatt 48

(14) StAL, EL 902/17 Bü 3980, Blatt 48. Dieser Satz stammt wohl von Julius Walz.

(15) Schreiben von Julius Walz an die Geheime Staatspolizei Stuttgart vom 31. Oktober 1944, StAL EL 902/17, Bü 3980

(16) Schreiben der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeileitstelle Stuttgart, gez. Mauch, an die Württ. Warenzentrale, Landwirtschaftl Genossenschaften AG vom 8. November 1944, StAL EL 902/17 Bü 3980, Blatt 51

(18) So Jan Gotje, in: http://oberndorfgedenken.de/lager/lager_aistaig_bericht01.htm , abgerufen am 23. Oktober 2013.

(19) Zeugenvernehmungsprotokoll in Sachen Werner Heller vom Verhandlungstag, 5. Januar 1949, StAL EL 902/ 17 Bü 3980, Abschrift von Anne Schaude.   

(20) Liste der Ukrainischen Nationalen Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ aus dem Jahr 2001, Reinhard Tietzen in litt.

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