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Zum Tod von Peter Härtling

Am 10. Juli 2017 starb Peter Härtling. Er war allen in Nürtingen besonders verbunden, die in Bezug auf die NS-Zeit "hartnäckig Erinnerungsbilder in den Treibsand pflockten“.

 

Ebenfalls rieb er sich an den "furchtbaren Unbelehrbaren" in Nürtingen, "gegen die Amnesie und die von einigen wissentlich falsch tradierte Vergangenheit".

Eine meiner Anregungen, auch für seine Mutter einen Erinnerungsstein auf dem Alten Friedhof am Neckar zu widmen, setzte er mit dem Schwäbischen Heimatbund nach Jahren um. Er ist allen "Flüchtlingsfrauen zweier Jahrhunderte" gewidmet -  ein Beispiel für die Größe von Peter Härtling.

 

Unvergessen - in Dankbarkeit

Manuel Werner

Skulptur Anton Köhler in Speyer

Bei uns in Nürtingen fungiert eine  bislang ungefärbte Skulptur, die den in Auschwitz-Birkenau ermordeten Sintijungen Anton Köhler als Wächter der Erinnerung darstellt, als mobiles Gedenkobjekt. Derzeit ist eine zweite, gefärbte Version bei der Osyssey in Speyer dabei.

 

Fotos: Anne Schaude

Abriss des Gebäudes Gerberstraße 26 vom 5. bis zum 19. Juli 2017

Am 5. Juli wurde das Gebäude Gerberstraße 26, im Nürtinger Volksmund tradiert als "Judenhaus", abgerissen. Das letzte Foto - rechts unten - stammt vom 19. Juli 2017, Fotos: Manuel Werner.

DENK ORT erinnert an Rosalie Wallerstein

Foto: Anne Schaude
Foto: Anne Schaude

Das jüdische Leben - Raya Fraenkel erzählte

Öffentlicher Vortrag in der Alten Seegrasspinnerei im Rahmen der Aktivitäten der Nürtinger Gedenkinitiative

Erzählend und bildhaft stellte Raya Fraenkel in der KulturKantine der Alten Seegrasspinnerei über ihre eigene Lebensgeschichte und der ihrer Vorfahren das jüdische Leben dar.

Schwerpunkte des Vortrags von Raya Fraenkel, die sich seit Jahren in der Nürtinger Gedenkinitiative engagiert, waren hierbei die Geschehnisse unmittelbar vor, während und nach der NS-Zeit. Daneben erläuterte sie an passenden Stellen auch Religionsausübungen wie den Schabbat, die Kaschrut und Chanukka. Raya Fraenkels Ausführungen waren durchweg sehr persönlicher und familiärer Art.

In der anschließenden Fragerunde merkte man, dass sie ihre Zuhörer erreicht hatte und diese sehr betroffen waren. Einige Impulse, die in der Fragerunde zum Ausdruck kamen, gingen in eine sehr reflektierte Richtung: Warum haben wir Deutschen nicht eingegriffen, als unsere Nachbarn abgeholt wurden? Warum war diese großflächige industrielle Vernichtung von als unwert angesehenen Menschenleben bei uns möglich, aber in der Menschheitsgeschichte nirgends? Wieso war der Widerstand damals so klein, wieso haben sich so viele in ihr Schicksal ergeben? Weshalb wird heute von uns Menschen in Nürtingen so wenig gemeinsam gemacht, um dem Rad des Unheils in die Speichen zu greifen und bedenkliche Entwicklungen nicht einfach geschehen zu lassen? Wie leicht kommt es, dass Menschen durch die Umstände dazu gebracht werden, Dinge zu tun, die Verbrechen sind? Raya Fraenkel meinte, die richtige Antwort sei: Wehret den Anfängen! Jeder an seinem Platz, in seinem Alltag! Dies könne bei der Fahrt in der Tälesbahn sein, wenn man sich dort einsetze, dass ein Behinderter nicht absichtlich am Aussteigen gehindert werde.

Aus: Nürtinger STATTzeitung www. nuertinger-stattzeitung.de

DenkOrt erinnerte an Zwangsarbeiter

DenkOrt erinnerte an Eugen Maier.

Gedenken an Eugen Maier, DenkOrt Nürtingen
Gedenken an Eugen Maier, DenkOrt Nürtingen

DenkOrt erinnerte an Heinrich N.

Gedenken an Heinrich N., Nürtingen, DenkOrt
Gedenken an Heinrich N., Nürtingen, DenkOrt

DenkOrt erinnerte an Paula Planck

DenkOrt Nürtingen, Erinnerung an Paula Planck, kann größer geklickt werden, Foto: Anne Schaude
DenkOrt Nürtingen, Erinnerung an Paula Planck, kann größer geklickt werden, Foto: Anne Schaude

Denk Ort erinnerte an Karl Gerber

DenkOrt Nürtingen, Erinnerung an Karl Gerber, kann größer geklickt werden, Foto: MWerner
DenkOrt Nürtingen, Erinnerung an Karl Gerber, kann größer geklickt werden, Foto: MWerner

Mehr über Karl Gerber hier.

Denk Ort erinnerte an Ernestine S.

DenkOrt Nürtingen, Erinnerung derzeit an Ernestine S., Foto: Anne Schaude, kann größer geklickt werden.
DenkOrt Nürtingen, Erinnerung derzeit an Ernestine S., Foto: Anne Schaude, kann größer geklickt werden.

Am DenkOrt an der Kreuzkirche erinnern wir zusammen mit der Stadt derzeit an Ernestine S.

 

Ernestine S. wurde im Rahmen der "Euthanasie"-Morde umgebracht.

 

Mehr über Ernestine S. hier.

Denk Ort erinnerte an Anatoli Grizjuk

Denk Ort am 2. Juni, Erinnerung an Anatoli Grizjuk, Foto: Raya Fraenkel
Denk Ort am 2. Juni, Erinnerung an Anatoli Grizjuk, Foto: Raya Fraenkel

Am Denk Ort ist derzeit eine Erinnerung an Anatoli Grizjuk angebracht.

 

Er war  Zwangsarbeiter im Mühlwiesenlager.

 

Lagerleiter Alfons Hirsch betrieb dessen Übergabe an die Gestapo.

 

Neuer Beitrag auf unserer Webseite: "In fremder Erde beigesetzt"

Anne Schaude war wieder fleißig und hat einen sehr fundierten Artikel über die erst in letzter Zeit beschrifteten Gräber auf dem Alten Friedhof am Neckar erstellt, die Bezug zur NS-Zeit und Bestattung von "Ausländern" haben. Reinhard Tietzen vom Stadtarchiv hat für den Beitrag viele Informationen mitgeteilt.

 

Gleich lesen? Hier klicken: "In fremder Erde beigesetzt", bei "Unterschiedliche Erinnerung".

Solidarität mit Flüchtlingsfrauen zweier Jahrhunderte - Hält die Trauer nicht? - Peter Härtling

"In Gedanken bei den ungezählten Flüchtlingsfrauen zweier Jahrhunderte" - Hält die Trauer nicht? - Fotos: Anne Schaude, Alter Friedhof am Neckar, April 2016

Denk Ort erinnerte an Eberhard F.

Denk Ort, Nürtingen, Erinnerung an Eberhard F., Foto: M.Werner - Das Bild kann per Klick vergrößert werden.
Denk Ort, Nürtingen, Erinnerung an Eberhard F., Foto: M.Werner - Das Bild kann per Klick vergrößert werden.

Unser Mitglied Manuel Werner erhielt das "Ei der Heckschnärre"

Urkunde und Ei der Heckschnärre für Manuel Werner, Nürtingen
Urkunde und Ei der Heckschnärre für Manuel Werner, Nürtingen. Das Bild kann größer geklickt werden. Foto: B. Renz

Am Aschermittwoch 2016 erhielt unser aktives Mitglied Manuel Werner von der Nürtinger SPD das "Ei der Heckschnärre" wegen des jahrzehntelangen Einsatzes der Aufrechterhaltung der Erinnerung an Opfer und Leidtragende des NS in Nürtingen, Neuffen, Hechingen und anderswo, und seinem Einsatz für Ausgegrenzte und Benachteiligte. Ihm gehe es "um eine gerechte Sicht auf Minderheiten und um das Recht und die Pflicht auf Erinnerung". Das Rathaus war voll, die Laudatio hielt Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung. Manuel Werners Rede begann und endete mit: "Die Erinnerung braucht uns, und die Zukunft auch!". Manuel Werners Rede kann man hier nachlesen:

 

http://www.juergenweber.eu/pages/posts/84die-erinnerung-braucht-uns-und-die-zukunft-auch93-475.php

 oder

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1682642848675233&id=1532418137031039&substory_index=0

 

Und hier geht es zum Artikel in der Nürtinger STATTzeitung:

 

http://www.nuertinger-stattzeitung.de/index.php?link=news_detail&selCat=6&nid=1797

 

Denk Ort erinnert momentan an Anton Köhler

Denk Ort, Nürtingen, Erinnerung an Anton Köhler, bei Nacht, Foto: M.Werner
Denk Ort, Nürtingen, Erinnerung an Anton Köhler, bei Nacht, Foto: M.Werner - Das Bild kann per Klick vergrößert werden.

DENK ORT an der Kreuzkirche eröffnet

Zahlreiche Interessierte waren bei der Eröffnung des DENK ORTs zugegen. Foto:  A. Bogdán
Zahlreiche Interessierte waren bei der Eröffnung des DENK ORTs zugegen. Foto: A. Bogdán

Am Montag, den 9. November 2015 um 16.30 Uhr wurde der DENK ORT am Dreieckständer bzw. Aufsteller an der Kreuzkirche feierlich eröffnet. In der etwa eine dreiviertel Stunde dauernden Veranstaltung stellte die Gedenkinitiative Idee, Inhalte und Sinn des „DENK ORTs" in einem würdigen Rahmen der Öffentlichkeit vor (Fotostrecke der Eröffnung hier, Näheres hier!).

Einweihung der Gedenkstätte in Wolfschlugen für Opfer der "Euthanasie"-Morde 

Auf Betreiben eines engagierten Ehepaars, Irene und Günter Kaßberger, gibt es nun auf dem Waldfriedhof in Wolfschlugen eine Gedenkstätte für Opfer der "Euthanasie"-Morde, die am Sonntag, 15. November 2015 um 11.30 Uhr eingeweiht wurde. Die Opfer werden namentlich genannt und es wurden Erinnerungssteine gesetzt. Es sind: Luise Balz, Karl Balz, Emma Maier, Johannes Schäfer und Karl Trautwein. 

Dauerhafte Erhaltung des Grabes einer Nürtinger Sintiza

Foto: Manuel Werner
Foto: Manuel Werner

Die Stadt Nürtingen erhält ein Grab einer Nürtinger Sintiza, die in der NS-Zeit Verfolgung erlebt hat, dauerhaft. Dies wurde im Oktober von der Stadt schriftlich bestätigt. Ein weiterer Erhalt des Grabes eines NS-verfolgten Nürtinger Sintos anderenorts ist beantragt.

Aus: Vertrag des Landes Baden-Württemberg mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e. V. (VDSR-BW) vom 19.12.2013
Aus: Vertrag des Landes Baden-Württemberg mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e. V. (VDSR-BW) vom 19.12.2013

"Miro Si rowela" - "Mein Herz weint" eingesungen

Verfremdetes Foto vom Life-Einsingen, Foto: M.Werner
Verfremdetes Foto vom Life-Einsingen, Foto: M.Werner

Ein Nürtinger Sinto, Robert Reinhardt, hat ein Lied getextet zur Erinnerung an Anton Köhler und die anderen Sintikinder und Romakinder, die in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Dieses Lied ist im Nürtinger Dialekt von Sinti-Romanes und teils in Deutsch. Am 4. November wurde es als Lifeaufnahme eingesungen und eingespielt (Text und Stimme: Robert Reinhardt, Geige: Werner Dürr, Piano: Christoph Lintz, Komponist: Rezső Seress ("Szomorú Vasárnap", in Deutsch als „Trauriger Sonntag“, in Englisch als "Gloomy Sunday" bekannt), Initiative zu Aufführung und Vertonung: Manuel Werner mit Unterstützung durch die Gedenkinitiative, Tonaufnahme: Wolfgang Wetzel. Im Moment wird die Audiodatei mit Bildern hinterlegt (Wolfgang Wetzel) und optimiert (Jakob Fuchs). Danach soll das Lied zugänglich gemacht werden. Am 10. Februar 2016 wird es im Rathaus Nürtingen im Rahmen der Übergabe des "Eis der Heckschnärre" eingespielt. Später soll eine Version übers Internet zugänglich gemacht werden.

Zwangsarbeitergräber auf dem Alten Friedhof mit Namen und Daten versehen

Dank des Schwäbischen Heimatbundes und der Stadt sind die uns bekannten Gräber der auf dem Alten Friedhof am Neckar bestatteten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter nun dauerhaft mit deren Namen und Daten versehen und besser hervorgehoben.

Geborgene Unterlagen aus der Johannes-Wagner-Schule vom Staatsarchiv Ludwigsburg als "kleine Sensation" und "großer Schatz" gewertet

Knapp 6 Meter Unterlagen aus der Johannes-Wagner-Schule Nürtingen, staatliche Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte mit Internat sind nun vom Staatsarchiv Ludwigsburg gesichtet und dort eingelagert und zugänglich. Einem Arbeitskreis, der sich um die Schulgeschichte und das kleine Schularchiv herum gegründet hatte, darunter Margret und Reinhard Fuchs von unserer Initiative, ist dies zu verdanken. Zahlreiche Anmerkungen in den Unterlagen und zu den Schülerakten und Zwangssterilisationen zeigen die erbbiologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten, die Menschen mit Handicaps gezielt verfolgten und zum Beispiel Zwangssterilisationen durchführen ließen. Bei den Archivalien handelt es sich nicht nur um Schülerakten, sondern um eine Menge weiterer Unterlagen wie Zeitungsausschnitte auch schon von 1893, Erlasse der königlichen Kommission, die vollständigen Unterlagen zur Lehrerfortbildung zum Thema Zwangssterilisation im Jungborn usw. Dabei waren alle Gesundheitsämter  und Amtsgerichte und "Erbgesundheitsgerichte" der Herkunftskreise der Schüler eingebunden

Interessierte können sich an das Staatsarchiv Ludwigsburg wenden, um Einsicht in die Unterlagen zu bekommen. 

Gelistet sind sie im Bestandverzeichnis FL 240/4 I und FL 240/4 II. 

 

Diese Unterlagen wurden dort als „kleine Sensation" und als „historischer Schatz" gewertet."

 

Der Bürgertreff im Rathaus Nürtingen, Marktstraße 7, Zeichnung: Manuel Werner
Der Bürgertreff im Rathaus Nürtingen, Marktstraße 7